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Sozialversicherungspflicht GmbH GF
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Stefan
2017-01-25 08:00:13 UTC
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Raw Message
Hallo,

ich bin GF einer kleinen GmbH an der ich mit 15% beteiligt bin.

Daneben haben ich eine Einzelfirma aus der ich den größten Teil meiner
Einkünfte beziehe. In habe auch mehrere sozialversicherungspflichtige
Mitarbeiter. Ich bin freiwillig in der GKV, war vor Jahrzehnten mal für
ca. 5 Jahre als Angestellter in der Rentenversicherung.

Bisher habe ich kein Geschäftsführergehalt bezogen weil die oben
genannte GmbH seit Gründung vor einem Jahr nicht aktiv war. Das soll
sich jetzt aber ändern. Meine Steuerberaterin meinte dazu, es würde wohl
Probleme mit dem FA geben wenn ich weiterhin ohne Vergütung als GF tätig
bin.

Mein Interesse besteht eher darin, die Firma aufzubauen, als da Geld
herauszuziehen. Deshalb hab ich ein eher symbolisches Gehalt um die
500,- € vorgeschlagen um damit das FA zufrieden zu stellen.

Ich hab jetzt hier einen Fragebogen der Rentenversicherung zur
"Feststellung des sozialversicherungsrechtlichen Status" liegen und dazu
einige Fragen.

Die Krankenversicherung sehe ich jetzt nicht als Problem, ich geh mal
davon aus, dass einfach die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit und
das GF-Gehalt zusammengezählt werden und sich daraus der
Krankenkassenbeitrag ergibt.

Frage dazu: Wenn die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit bereits
über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, kommen dann durch das
GF-Gehalt zusätzliche Beiträge drauf, oder wird das verrechnet?

Fragen habe ich da eher zur Rentenversicherung. Im Fragebogen tauchen
verschiedene Fragen auf, deren Hintergrund ich nicht kenne:

- mehr als 70 Arbeitstage im Jahr

- Arbeitsentgelt > 450,- € im Monat

- mehr als 57600,- € im Jahr

- älter als 55

Frage dazu: Welchen Hintergrund haben diese Punkte?

Oder anders: Wenn ich nun ein GF-Gehalt von 450,- € beziehen würde,
würden da die Abgaben für Minijobs anfallen?

Gruß

Stefan
Matthias Frank
2017-01-25 09:38:36 UTC
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Raw Message
Post by Stefan
Frage dazu: Wenn die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit bereits
über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, kommen dann durch das
GF-Gehalt zusätzliche Beiträge drauf, oder wird das verrechnet?
Es werden nur Beiträge bis zur Bemessungsgrenze berechnet, bzw.
du zahlst dann ja wohl schon den Höchstbeitrag.
Stefan Schmitz
2017-01-25 16:13:47 UTC
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Raw Message
Post by Stefan
Fragen habe ich da eher zur Rentenversicherung. Im Fragebogen tauchen
- mehr als 70 Arbeitstage im Jahr
Bei weniger nicht SV-pflichtig (kurzfristige Beschäftigung)
Post by Stefan
- Arbeitsentgelt > 450,- € im Monat
ebenso (Minijob)
Post by Stefan
- mehr als 57600,- € im Jahr
Versicherungspflichtgrenze
Post by Stefan
- älter als 55
Ab dann gibt es eine "besondere Rentenauskunft", mit der man durch zusätzliche
Beiträge die Abschläge für vorzeitige Rente reduzieren kann.
Post by Stefan
Oder anders: Wenn ich nun ein GF-Gehalt von 450,- € beziehen würde,
würden da die Abgaben für Minijobs anfallen?
Ja.
Stefan
2017-01-26 13:08:24 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by Stefan
Fragen habe ich da eher zur Rentenversicherung. Im Fragebogen tauchen
- mehr als 70 Arbeitstage im Jahr
Bei weniger nicht SV-pflichtig (kurzfristige Beschäftigung)
Worauf bezieht sich das, bzw. wie wird das berechnet?

Wenn ich da das ganze Jahr über nebenbei als GF tätig bin, dann sind das
zusammen keine 560 Arbeitsstunden und damit auch weniger als 70
Arbeitstage. Kann man das so interpretieren?

Gruß

Stefan
Stefan Schmitz
2017-01-26 16:11:34 UTC
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Raw Message
Post by Stefan
Post by Stefan Schmitz
Post by Stefan
Fragen habe ich da eher zur Rentenversicherung. Im Fragebogen tauchen
- mehr als 70 Arbeitstage im Jahr
Bei weniger nicht SV-pflichtig (kurzfristige Beschäftigung)
Worauf bezieht sich das, bzw. wie wird das berechnet?
Wenn ich da das ganze Jahr über nebenbei als GF tätig bin, dann sind das
zusammen keine 560 Arbeitsstunden und damit auch weniger als 70
Arbeitstage. Kann man das so interpretieren?
Nein, es geht um Kalendertage, an denen gearbeitet wird.
Micha
2017-01-25 20:10:15 UTC
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Raw Message
Hallo Stefan,

bitte lies SGB V § 257:
"Freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte
Beschäftigte, die nur wegen Überschreitens der
Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei sind, erhalten von ihrem
Arbeitgeber als Beitragszuschuß den Betrag..."

Da Du in dieser Beschäftigung (!) die Beitragsbemessungsgrenze nicht
überschreitest, zahlst Du keine Beiträge zur KV/PV und hast keinen
Anspruch auf den Arbeitgeberanteil.

Hinweis an die Gehaltsabrechnung: Der Beitragsgruppenschlüssel lautet
0110, sofern Du Dich nicht auch noch von der
Rentenversicherungspflicht hast befreien lassen.

MfG
Michael
Post by Stefan
Hallo,
ich bin GF einer kleinen GmbH an der ich mit 15% beteiligt bin.
Daneben haben ich eine Einzelfirma aus der ich den größten Teil meiner
Einkünfte beziehe. In habe auch mehrere sozialversicherungspflichtige
Mitarbeiter. Ich bin freiwillig in der GKV, war vor Jahrzehnten mal für
ca. 5 Jahre als Angestellter in der Rentenversicherung.
Bisher habe ich kein Geschäftsführergehalt bezogen weil die oben
genannte GmbH seit Gründung vor einem Jahr nicht aktiv war. Das soll
sich jetzt aber ändern. Meine Steuerberaterin meinte dazu, es würde wohl
Probleme mit dem FA geben wenn ich weiterhin ohne Vergütung als GF tätig
bin.
Mein Interesse besteht eher darin, die Firma aufzubauen, als da Geld
herauszuziehen. Deshalb hab ich ein eher symbolisches Gehalt um die
500,- € vorgeschlagen um damit das FA zufrieden zu stellen.
Ich hab jetzt hier einen Fragebogen der Rentenversicherung zur
"Feststellung des sozialversicherungsrechtlichen Status" liegen und dazu
einige Fragen.
Die Krankenversicherung sehe ich jetzt nicht als Problem, ich geh mal
davon aus, dass einfach die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit und
das GF-Gehalt zusammengezählt werden und sich daraus der
Krankenkassenbeitrag ergibt.
Frage dazu: Wenn die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit bereits
über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, kommen dann durch das
GF-Gehalt zusätzliche Beiträge drauf, oder wird das verrechnet?
Fragen habe ich da eher zur Rentenversicherung. Im Fragebogen tauchen
- mehr als 70 Arbeitstage im Jahr
- Arbeitsentgelt > 450,- € im Monat
- mehr als 57600,- € im Jahr
- älter als 55
Frage dazu: Welchen Hintergrund haben diese Punkte?
Oder anders: Wenn ich nun ein GF-Gehalt von 450,- € beziehen würde,
würden da die Abgaben für Minijobs anfallen?
Gruß
Stefan
--
Micha
Micha
2017-02-03 21:01:15 UTC
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Raw Message
Hallo Stefan,

bitte vernachlässige die anderen Beiträge und betrachte SGB VI § 257.
In dieser Beschäftigung greift der Beitragsgruppenschlüssel 0110, das
heißt, Du zahlst nicht in die KV/PV und bekommst auch keinen
AG-Zuschuss.

MfG Micha
Post by Stefan
Hallo,
ich bin GF einer kleinen GmbH an der ich mit 15% beteiligt bin.
Daneben haben ich eine Einzelfirma aus der ich den größten Teil meiner
Einkünfte beziehe. In habe auch mehrere sozialversicherungspflichtige
Mitarbeiter. Ich bin freiwillig in der GKV, war vor Jahrzehnten mal für
ca. 5 Jahre als Angestellter in der Rentenversicherung.
Bisher habe ich kein Geschäftsführergehalt bezogen weil die oben
genannte GmbH seit Gründung vor einem Jahr nicht aktiv war. Das soll
sich jetzt aber ändern. Meine Steuerberaterin meinte dazu, es würde wohl
Probleme mit dem FA geben wenn ich weiterhin ohne Vergütung als GF tätig
bin.
Mein Interesse besteht eher darin, die Firma aufzubauen, als da Geld
herauszuziehen. Deshalb hab ich ein eher symbolisches Gehalt um die
500,- € vorgeschlagen um damit das FA zufrieden zu stellen.
Ich hab jetzt hier einen Fragebogen der Rentenversicherung zur
"Feststellung des sozialversicherungsrechtlichen Status" liegen und dazu
einige Fragen.
Die Krankenversicherung sehe ich jetzt nicht als Problem, ich geh mal
davon aus, dass einfach die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit und
das GF-Gehalt zusammengezählt werden und sich daraus der
Krankenkassenbeitrag ergibt.
Frage dazu: Wenn die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit bereits
über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, kommen dann durch das
GF-Gehalt zusätzliche Beiträge drauf, oder wird das verrechnet?
Fragen habe ich da eher zur Rentenversicherung. Im Fragebogen tauchen
- mehr als 70 Arbeitstage im Jahr
- Arbeitsentgelt > 450,- € im Monat
- mehr als 57600,- € im Jahr
- älter als 55
Frage dazu: Welchen Hintergrund haben diese Punkte?
Oder anders: Wenn ich nun ein GF-Gehalt von 450,- € beziehen würde,
würden da die Abgaben für Minijobs anfallen?
Gruß
Stefan
--
Micha
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