Discussion:
Arbeitgeber verstößt gegen Arbeitszeitgesetz: Kann ihn Arbeitnehmer abmahnen?
(zu alt für eine Antwort)
t***@gmail.com
2016-07-31 17:28:27 UTC
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Eine Bekannte musste neulich so lange arbeiten, dass es innerhalb kurzer Zeit zu mehreren (durch Emails und Telefonprotokolle dokumentierten) Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz (§3 und §5) gekommen ist.

Da sie sich mit ihrem Vorgesetzten im Streit befindet, eine Abmahnung bekommen hat und ohnehin bald kündigt, überlegt sie nun ihrerseits den Arbeitgeber abzumahnen.

Ist das möglich? Und was kann sie sonst noch tun (Anzeige,...)?
Matthias Frank
2016-08-01 09:09:33 UTC
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Post by t***@gmail.com
Da sie sich mit ihrem Vorgesetzten im Streit befindet, eine Abmahnung bekommen hat und ohnehin bald kündigt, überlegt sie nun ihrerseits den Arbeitgeber abzumahnen.
Ist das möglich? Und was kann sie sonst noch tun (Anzeige,...)?
Klar kann auch ein AN den AG abmahnen. Die Frage ist, was es für einen
Sinn machen soll? Welche Konsequenzen kann der AN androhen,
von denen sich der AG beeindruckt fühlt?

Es kann z.b. einen Sinn machen wenn man kündigen will und verhindern
will, dass man eine Sperre beim Arbeitsamt bekommt (ob es klappt
ist ne andere Frage).
Eine Abmahnung des AGs kann auch bei Gehaltsverzug sinnvoll sein.

Wenn man kündigen will und schon ne neue Stlle hat, wäre die
Abmahnung eine symbolische Handlung.


Noch möglich wäre Anzeige beim Gewerbeamt, das geht angeblich sogar
anonym.
U***@web.de
2017-03-02 18:13:13 UTC
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Moin,
Post by Matthias Frank
Post by t***@gmail.com
Da sie sich mit ihrem Vorgesetzten im Streit befindet, eine Abmahnung
bekommen hat und ohnehin bald kündigt, überlegt sie nun ihrerseits den
Arbeitgeber abzumahnen.
Ist das möglich? Und was kann sie sonst noch tun (Anzeige,...)?
Klar kann auch ein AN den AG abmahnen. Die Frage ist, was es für einen
Sinn machen soll? Welche Konsequenzen kann der AN androhen,
von denen sich der AG beeindruckt fühlt?
Es kann z.b. einen Sinn machen wenn man kündigen will und verhindern
will, dass man eine Sperre beim Arbeitsamt bekommt (ob es klappt
ist ne andere Frage).
Könnte Sinn machen, wenn man aus dem Arbeitsvertrag wg. Kündigungsfrist nicht leicht herauskommt, sich bei fristloser Eigenkündigung aber noch nicht sicher ist.

Gruß, ULF

Michael 'Mithi' Cordes
2016-08-01 15:22:46 UTC
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Post by t***@gmail.com
Eine Bekannte musste neulich so lange arbeiten,
ohnehin bald kündigt,
Wenn die maximale Arbeitszeit erreicht ist geht man nachhause und kommt
frühestens nach der minimalen Ruhezeit wieder.


Ansonsten wie Matthias schon schrieb, Gewerbeaufsicht mal mit der Nase
draufstupsen wenn man will.


cya
Mithi
--
"Statt gegen die Anbieter kinderpornografischer Inhalte strafrechtlich
effektiv vorzugehen und die Inhalte ganz aus dem Netz zu entfernen,
greift die Bundesregierung wider besseres Wissen zu einer Maßnahme,
die wirkungslos ist" - Volker Beck - Die Grünen
Alexander Goetzenstein
2016-08-02 06:35:17 UTC
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Hallo,
Post by t***@gmail.com
Ist das möglich? Und was kann sie sonst noch tun (Anzeige,...)?
sie sucht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
(www.baua.de). Da findet sie auch die Adressen der zuständigen
Landesämter für Arbeitsschutz. N.b.: Mängel bei der Einhaltung der
Arbeitsschutzvorschriften oder auch nur deren Nachweis kann dazu führen,
von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen zu werden. BTST.
--
Gruß
Alex
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