Discussion:
Pflegestufe
(zu alt für eine Antwort)
R. Anders
2017-04-29 20:19:31 UTC
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Hallo,
ein älterer Bekannter hat für seine Frau eine Pflegestufe bekommen. Er
pflegt seine Frau noch selber, und ist sehr unsicher, ob er das dafür
erhaltene Geld bei Steuererklärung mit angeben muß. Leider kann ich die
Frage auch nicht beantworten. Aber vielleicht weiß es ja hier jemand
genau.
VG
Reimund
U***@web.de
2017-04-30 13:31:56 UTC
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Moin,
Post by R. Anders
ein älterer Bekannter hat für seine Frau eine Pflegestufe bekommen.
Diese wurden zum Jahreswechsel in Pflegegrade umgewandelt.
Post by R. Anders
Er
pflegt seine Frau noch selber, und ist sehr unsicher, ob er das dafür
erhaltene Geld bei Steuererklärung mit angeben muß. Leider kann ich die
Frage auch nicht beantworten. Aber vielleicht weiß es ja hier jemand
genau.
Genauer könnte es jemand bei news:de.soc.recht.steuern+buchfuehrung wissen.

Gruß, ULF
Volker Englisch
2017-04-30 16:07:10 UTC
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Post by R. Anders
ein älterer Bekannter hat für seine Frau eine Pflegestufe bekommen. Er
pflegt seine Frau noch selber, und ist sehr unsicher, ob er das dafür
erhaltene Geld bei Steuererklärung mit angeben muß. Leider kann ich die
Frage auch nicht beantworten. Aber vielleicht weiß es ja hier jemand
genau.
Pflegegeld ist eine Sozialleistung nach SGB XI und nicht im §32b EStG
aufgeführt, unterliegt also nicht dem Progressionsvorbehalt. Folglich
braucht es in der Einkommensteuererklärung nicht angegeben zu werden.

V*
Frank Kozuschnik
2017-04-30 17:32:08 UTC
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Raw Message
Post by Volker Englisch
Post by R. Anders
ein älterer Bekannter hat für seine Frau eine Pflegestufe bekommen.
Bei seiner Frau wurde Pflegebedürftigkeit festgestellt. Bis 2016 wurde
das Maß der Pflegebedürftigkeit als "Pflegestufe" bestimmt, seit 2017
gibt es stattdessen Pflegegrade.
Post by Volker Englisch
Post by R. Anders
Er pflegt seine Frau noch selber, und ist sehr unsicher, ob er das
dafür erhaltene Geld bei Steuererklärung mit angeben muß.
Pflegegeld ist eine Sozialleistung nach SGB XI und nicht im §32b EStG
aufgeführt, unterliegt also nicht dem Progressionsvorbehalt. Folglich
braucht es in der Einkommensteuererklärung nicht angegeben zu werden.
Das Pflegegeld bekommt zunächst nicht der pflegende Bekannte selbst,
sondern seine pflegebedürftige Frau. Mit dem Pflegegeld hat die
Pflegebedürftige ihre Pflege selbst sicherzustellen (§ 37 SGB XI).

Bei der Pflegebedürftigen ist das Pflegegeld nach § 3 Nr. 1 Buchst. a
EStG steuerfrei. Es unterliegt auch nicht dem Progressionsvorbehalt.

Wenn der Ehemann die Pflege leistet, bekommt er dafür letztlich das
Pflegegeld von seiner Frau. Bei ihm als pflegendem Angehörigen sind
diese Einnahmen nach § 3 Nr. 36 EStG steuerfrei.
R. Alter
2017-04-30 19:55:18 UTC
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Raw Message
Post by Volker Englisch
Pflegegeld ist eine Sozialleistung nach SGB XI und nicht im §32b EStG
aufgeführt, unterliegt also nicht dem Progressionsvorbehalt. Folglich
braucht es in der Einkommensteuererklärung nicht angegeben zu werden.
V*
Ich danke Euch allen für die Antworten. Mit dem weiterleiten der
Antworten kann ich jetzt wohl ein paar schlaflose Nächte ersparen.

VG
Reimund
R. Alter
2017-04-30 19:57:54 UTC
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Raw Message
Post by R. Alter
Post by Volker Englisch
Pflegegeld ist eine Sozialleistung nach SGB XI und nicht im §32b EStG
aufgeführt, unterliegt also nicht dem Progressionsvorbehalt. Folglich
braucht es in der Einkommensteuererklärung nicht angegeben zu werden.
V*
Ich danke Euch allen für die Antworten. Mit dem weiterleiten der
Antworten kann ich jetzt wohl ein paar schlaflose Nächte ersparen.
VG
Reimund
natürlich dem Bekannten.
Peter Kiederich
2017-05-09 13:16:23 UTC
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Raw Message
Post by R. Anders
Hallo,
ein älterer Bekannter hat für seine Frau eine Pflegestufe bekommen. Er
pflegt seine Frau noch selber, und ist sehr unsicher, ob er das dafür
erhaltene Geld bei Steuererklärung mit angeben muß. Leider kann ich die
Frage auch nicht beantworten. Aber vielleicht weiß es ja hier jemand
genau.
VG
Reimund
Ich würde NUR Pflegesachleistungen beantragen statt eine Pflegegeld.
Erstens ist der Aufwand den man bei Pflegegele betreiben muß wesendlich
höher und man bekommt wesendlich weniger Geld als wenn man
Pflegesachleistungen erhält

Pflegegeld bekommt man wenn man die Pflege selbst organisiert, muss aber
der Pflegekasse nachweisen wozu man das Geld benutzt.

Bei Pflegesachleistungen kommt der Pflegedienst und dieser rechnet
direkt mit der Pflegekasse ab.

Überschießende Leistungen sind auch eventuell durch den örtlichen
Sozialhilfeträger zu leisten Siehe SGB XII §53 ff

Ein Beispiel Ein Petent hat nur Pflegegrad 1 und erhält die 125€
benötigt aber eine Hauswirtschaftliche Dienstleistung von 5,3 Stunden
und zusätzlich eine Pflegedienstleistung wie Körperpflegeleistungen .
Dann reichen die die 125€ ja nicht aus und somit tritt der örtliche
Sozialhilfeträger ein.
Das Einkommen darf als Regel nicht den doppelten Regelsatz überschreiten
damit keine Zuzahlungen anfallen. Hat man mehr können Zuzahlungen anfallen.

Gruß Peter

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