Discussion:
Kindergeld bei über 18jährigen
(zu alt für eine Antwort)
Frank Hucklenbroich
2017-04-24 08:05:09 UTC
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Raw Message
Hallo!

Ich habe mal eine Frage: Unser Sohn ist letzten Monat 18 geworden, und geht
noch zur Schule (macht im Sommer Abi). Von daher steht ihm natürlich
weiterhin Kindergeld zu. Nun ist bisher das Kindergeld für April noch nicht
eingetroffen (kommt sonst immer so zwischen 15. und 20. des Monats, aber da
war ja Ostern dazwischen). Müssen wir da selbst aktiv werden, und
nachweisen, daß er Schüler ist?

Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, daß die Familienkasse uns
anschreiben würde, wenn sie irgendwelche Nachweise haben will, und nicht
einfach so ohne weitere Ankündigung die Zahlung einstellt.

Sind die diesen Monat einfach spät dran, oder müssen wir selbst aktiv
werden?

Grüße,

Frank
Florian Weimer
2017-04-24 08:46:17 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, daß die Familienkasse uns
anschreiben würde, wenn sie irgendwelche Nachweise haben will, und nicht
einfach so ohne weitere Ankündigung die Zahlung einstellt.
Sind die diesen Monat einfach spät dran, oder müssen wir selbst aktiv
werden?
Im »Merkblatt Kindergeld« steht:

| Die Kindergeldzahlung endet zunächst mit Ablauf des Monats, in dem das
| Kind das 18. Lebensjahr vollendet. Hat ein Kind seinen 18. Geburtstag
| am 1. eines Monats, so endet der Anspruch auf Kindergeld bereits mit
| dem Vormonat. Eine Weiterzahlung kommt nur in Betracht, wenn es sich
| z. B. in Schul- oder Berufsausbildung oder im Studium befindet (siehe
| hierzu unter Nr. 4), dies der Familienkasse nachgewiesen und
| Kindergeld erneut beantragt wird.
Helmut Richter
2017-04-24 09:13:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Florian Weimer
| Die Kindergeldzahlung endet zunächst mit Ablauf des Monats, in dem das
| Kind das 18. Lebensjahr vollendet. Hat ein Kind seinen 18. Geburtstag
| am 1. eines Monats, so endet der Anspruch auf Kindergeld bereits mit
| dem Vormonat. Eine Weiterzahlung kommt nur in Betracht, wenn es sich
| z. B. in Schul- oder Berufsausbildung oder im Studium befindet (siehe
| hierzu unter Nr. 4), dies der Familienkasse nachgewiesen und
| Kindergeld erneut beantragt wird.
Wird meiner Erfahrung nach aber rückwirkend nachbezahlt, natürlich nicht
beliebig lange (die Frist weiß ich nicht).

[Leicht off-topic:] Das sind bürokratisch harte Zeiten für die Eltern.
Nach 18 und vor endgültiger Aufnahme einer dauerhaften Erwerbstätigkeit
ändert sich der Status der Kinder (wir hatten gleichzeitig drei in dem
Alter) andauernd: mal ist ein soziales Jahr, ein Studentenjob, ein
Praktikum oder zwischendurch Arbeitslosigkeit kranken- oder
sozialversicherungspflichtig oder auch nicht, und das kann -- muss aber
nicht -- für Kindergeld, Krankenversicherung der Eltern wo die Kinder
mitversichert sind oder nicht sowie alle möglichen anderen relevant sein
oder nicht. Dazu gibts dann Formulare, in denen gefragt wird, ob es sich
um ein Arbeitsverhältnis nach SGB soundsoviel handelt, aber wer hat
schon das SGB zur Hand und versteht es auch noch? Mich hat mal ein
hilfsbereiter Sachbearbeiter in der Bezügestelle gerettet, der mich
mündlich interviewt hat, was Sache ist und daraufhin drei Viertel der
Formulare als für mich irrelevant durchgestrichen.
--
Helmut Richter
Frank Hucklenbroich
2017-04-24 14:01:58 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Helmut Richter
[Leicht off-topic:] Das sind bürokratisch harte Zeiten für die Eltern.
Nach 18 und vor endgültiger Aufnahme einer dauerhaften Erwerbstätigkeit
ändert sich der Status der Kinder (wir hatten gleichzeitig drei in dem
So ist es. Die Dame am Telefon hat mir schon angedroht, daß ich den ganzen
Kram im Sommer eh komplett nochmal ausfüllen muss, wenn unser Sohn Abitur
hat und danach Uni oder Ausbildung beginnt.
Post by Helmut Richter
mal ist ein soziales Jahr, ein Studentenjob, ein
Praktikum oder zwischendurch Arbeitslosigkeit kranken- oder
sozialversicherungspflichtig oder auch nicht, und das kann -- muss aber
nicht -- für Kindergeld, Krankenversicherung der Eltern wo die Kinder
mitversichert sind oder nicht sowie alle möglichen anderen relevant sein
oder nicht.
Die Krankenkasse wird auch irgendwann kommen, ja.
Post by Helmut Richter
Dazu gibts dann Formulare, in denen gefragt wird, ob es sich
um ein Arbeitsverhältnis nach SGB soundsoviel handelt, aber wer hat
schon das SGB zur Hand und versteht es auch noch?
Ohje, sowas weiß in der Regel nichtmal der Arbeitgeber.
Post by Helmut Richter
Mich hat mal ein
hilfsbereiter Sachbearbeiter in der Bezügestelle gerettet, der mich
mündlich interviewt hat, was Sache ist und daraufhin drei Viertel der
Formulare als für mich irrelevant durchgestrichen.
Ist glaube ich eh besser, da im Zweifel persönlich vorstellig zu werden,
wenn es zu kompliziert wird.

Grüße,

Frank
Henning Sponbiel
2017-04-25 08:00:42 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Helmut Richter
Mich hat mal ein
hilfsbereiter Sachbearbeiter in der Bezügestelle gerettet, der mich
mündlich interviewt hat, was Sache ist und daraufhin drei Viertel der
Formulare als für mich irrelevant durchgestrichen.
Ist glaube ich eh besser, da im Zweifel persönlich vorstellig zu werden,
wenn es zu kompliziert wird.
Kleiner Tipp am Rande: Kopie des Antrags machen oder einscannen, sonst
steht man beim nächsten Mal wieder dumm da, da man im Zweifelsfall die
Details vergessen hat.


Henning
U***@web.de
2017-04-24 14:21:11 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Helmut Richter
Das sind bürokratisch harte Zeiten für die Eltern.
Nach 18 und vor endgültiger Aufnahme einer dauerhaften Erwerbstätigkeit
ändert sich der Status der Kinder (wir hatten gleichzeitig drei in dem
Für aushäusige Kinder empfiehlt sich, Direktzahlung an diese zu
beantragen. WIMRE sind dann nämlich auch diese Adressaten von
Rückforderungsbescheiden bei etwaig unterlassenen
Änderungsmitteilungen.

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2017-04-24 09:26:27 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Florian Weimer
Post by Frank Hucklenbroich
Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, daß die Familienkasse uns
anschreiben würde, wenn sie irgendwelche Nachweise haben will, und nicht
einfach so ohne weitere Ankündigung die Zahlung einstellt.
Sind die diesen Monat einfach spät dran, oder müssen wir selbst aktiv
werden?
| Die Kindergeldzahlung endet zunächst mit Ablauf des Monats, in dem das
| Kind das 18. Lebensjahr vollendet. Hat ein Kind seinen 18. Geburtstag
| am 1. eines Monats, so endet der Anspruch auf Kindergeld bereits mit
| dem Vormonat. Eine Weiterzahlung kommt nur in Betracht, wenn es sich
| z. B. in Schul- oder Berufsausbildung oder im Studium befindet (siehe
| hierzu unter Nr. 4), dies der Familienkasse nachgewiesen und
| Kindergeld erneut beantragt wird.
Danke!

Dann müssen wir das also tatsächlich von Grund auf neu beantragen.

Grüße,

Frank
Theodor Hellwald
2017-04-24 09:42:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Florian Weimer
Post by Frank Hucklenbroich
Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, daß die Familienkasse uns
anschreiben würde, wenn sie irgendwelche Nachweise haben will, und nicht
einfach so ohne weitere Ankündigung die Zahlung einstellt.
Sind die diesen Monat einfach spät dran, oder müssen wir selbst aktiv
werden?
| Die Kindergeldzahlung endet zunächst mit Ablauf des Monats, in dem das
| Kind das 18. Lebensjahr vollendet. Hat ein Kind seinen 18. Geburtstag
| am 1. eines Monats, so endet der Anspruch auf Kindergeld bereits mit
| dem Vormonat. Eine Weiterzahlung kommt nur in Betracht, wenn es sich
| z. B. in Schul- oder Berufsausbildung oder im Studium befindet (siehe
| hierzu unter Nr. 4), dies der Familienkasse nachgewiesen und
| Kindergeld erneut beantragt wird.
Danke!
Dann müssen wir das also tatsächlich von Grund auf neu beantragen.
"Habt ihr Formulare? Gebt sie den Deutschen, die freuen sich!^^" MfG theo
U***@web.de
2017-04-24 11:28:17 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Frank Hucklenbroich
Ich habe mal eine Frage: Unser Sohn ist letzten Monat 18 geworden, und geht
noch zur Schule (macht im Sommer Abi). Von daher steht ihm natürlich
weiterhin Kindergeld zu. Nun ist bisher das Kindergeld für April noch nicht
eingetroffen (kommt sonst immer so zwischen 15. und 20. des Monats, aber da
war ja Ostern dazwischen). Müssen wir da selbst aktiv werden, und
nachweisen, daß er Schüler ist?
Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, daß die Familienkasse uns
anschreiben würde, wenn sie irgendwelche Nachweise haben will,
Meist tuit sie das auch.
Post by Frank Hucklenbroich
und nicht
einfach so ohne weitere Ankündigung die Zahlung einstellt.
Sind die diesen Monat einfach spät dran, oder müssen wir selbst aktiv
werden?
V hilft weiter und veranlaßt auch Formularversand. Schulbescheinigung einholen, beifügen.

https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mtyw/~edisp/l6019022dstbai378287.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378290
https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdm5/~edisp/l6019022dstbai440780.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI440783
https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mtyx/~edisp/l6019022dstbai408118.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI408121

Oder hier https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Formulare/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI516433 heraussuchen.

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2017-04-24 13:58:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Frank Hucklenbroich
Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, daß die Familienkasse uns
anschreiben würde, wenn sie irgendwelche Nachweise haben will,
Meist tuit sie das auch.
Ich habe mal bei der Familienkasse angerufen, es stellte sich heraus, daß
die bereits im Januar die Formulare an eine Adresse geschickt hatten, an
der wir schon seit 17 Jahren nicht mehr leben (ja, wir haben uns ordentlich
umgemeldet).

Jetzt wollen sie uns den Kram noch mal an die richtige Adresse schicken,
dann geht alles seinen Weg.

Noch mal vielen Dank an alle für die zielführenden Hinweise, so wußte ich
wenigstens schonmal, wonach ich fragen muss.

Grüße,

Frank
U***@web.de
2017-04-24 14:03:08 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Frank Hucklenbroich
Ich habe mal bei der Familienkasse angerufen, es stellte sich heraus, daß
die bereits im Januar die Formulare an eine Adresse geschickt hatten, an
der wir schon seit 17 Jahren nicht mehr leben (ja, wir haben uns ordentlich
umgemeldet).
Meines Wissens ziehen die Familienkassen nicht automatisiert Daten
von den Meldeämtern. Tja, der erste Bewilligungszeitraum lief über
18 Jahre, und die Kindergelderhöhungen liefen wohl schlicht aufs Konto
und die passenden Mitteilungen ins Leere...

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2017-04-24 14:08:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Frank Hucklenbroich
Ich habe mal bei der Familienkasse angerufen, es stellte sich heraus, daß
die bereits im Januar die Formulare an eine Adresse geschickt hatten, an
der wir schon seit 17 Jahren nicht mehr leben (ja, wir haben uns ordentlich
umgemeldet).
Meines Wissens ziehen die Familienkassen nicht automatisiert Daten
von den Meldeämtern.
Anscheinend nicht.
Post by U***@web.de
Tja, der erste Bewilligungszeitraum lief über
18 Jahre, und die Kindergelderhöhungen liefen wohl schlicht aufs Konto
und die passenden Mitteilungen ins Leere...
Stimmt, eine Mitteilung über eine Erhöhung haben wir in der Tat nie
bekommen - ich habe sie aber auch nicht vermisst.

Grüße,

Frank
Florian Weimer
2017-04-24 15:58:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Frank Hucklenbroich
Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, daß die Familienkasse uns
anschreiben würde, wenn sie irgendwelche Nachweise haben will,
Meist tuit sie das auch.
Ich habe mal bei der Familienkasse angerufen, es stellte sich heraus, daß
die bereits im Januar die Formulare an eine Adresse geschickt hatten, an
der wir schon seit 17 Jahren nicht mehr leben (ja, wir haben uns ordentlich
umgemeldet).
Offenbar nicht. Auch das steht im Merkblatt:

| Wenn Sie Kindergeld beantragt haben, sind Sie nach § 68 Abs. 1 des
| Einkommensteuergesetzes verpflichtet, Ihrer Familienkasse
| unverzüglich alle Änderungen in Ihren Verhältnissen und denen Ihrer
| Kinder mitzuteilen, die für den Kindergeldanspruch wichtig sind oder
| über die bereits Erklärungen abgegeben worden sind. Mitteilungen an
| andere Behörden (z. B. an die Gemeindeverwaltung, das
| Einwohnermeldeamt oder das Finanzamt), eine andere Stelle in der
| Agentur für Arbeit oder die Bezügestelle Ihres Arbeitgebers bzw.
| Dienstherrn genügen nicht.
Stefan Schmitz
2017-04-24 21:16:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Florian Weimer
Post by Frank Hucklenbroich
Ich habe mal bei der Familienkasse angerufen, es stellte sich heraus, daß
die bereits im Januar die Formulare an eine Adresse geschickt hatten, an
der wir schon seit 17 Jahren nicht mehr leben (ja, wir haben uns ordentlich
umgemeldet).
| Wenn Sie Kindergeld beantragt haben, sind Sie nach § 68 Abs. 1 des
| Einkommensteuergesetzes verpflichtet, Ihrer Familienkasse
| unverzüglich alle Änderungen in Ihren Verhältnissen und denen Ihrer
| Kinder mitzuteilen, die für den Kindergeldanspruch wichtig sind oder
| über die bereits Erklärungen abgegeben worden sind.
Gehört die Anschrift zu den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind?
U***@web.de
2017-04-25 07:01:33 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Stefan Schmitz
Gehört die Anschrift zu den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind?
Laut Merkblatt schon. Für den Anspruch nicht zwingend, aber ich stelle
mir gerade das für die Fk unbemerkt bleibende Verziehen in den Zuständigkeitsbereich einer anderen Fk vor.

Gruß, ULF
Frank Kozuschnik
2017-04-25 08:30:44 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by Florian Weimer
Post by Frank Hucklenbroich
Ich habe mal bei der Familienkasse angerufen, es stellte sich heraus, daß
die bereits im Januar die Formulare an eine Adresse geschickt hatten, an
der wir schon seit 17 Jahren nicht mehr leben (ja, wir haben uns ordentlich
umgemeldet).
| Wenn Sie Kindergeld beantragt haben, sind Sie nach § 68 Abs. 1 des
| Einkommensteuergesetzes verpflichtet, Ihrer Familienkasse
| unverzüglich alle Änderungen in Ihren Verhältnissen und denen Ihrer
| Kinder mitzuteilen, die für den Kindergeldanspruch wichtig sind oder
| über die bereits Erklärungen abgegeben worden sind.
Gehört die Anschrift zu den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind?
Ich würde sagen: nein. Sonst müsste bei einem Umzug auch der
Kindergeldbescheid geändert werden (§ 70 Abs. 2 EStG).

Andererseits ist die Familienkasse wohl kaum verpflichtet, die aktuelle
Anschrift der Berechtigten zu ermitteln, damit sie dorthin zuverlässig
neue Antragsformulare schicken kann.
Frank Hucklenbroich
2017-04-25 06:40:54 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Florian Weimer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Frank Hucklenbroich
Eigentlich bin ich bisher davon ausgegangen, daß die Familienkasse uns
anschreiben würde, wenn sie irgendwelche Nachweise haben will,
Meist tuit sie das auch.
Ich habe mal bei der Familienkasse angerufen, es stellte sich heraus, daß
die bereits im Januar die Formulare an eine Adresse geschickt hatten, an
der wir schon seit 17 Jahren nicht mehr leben (ja, wir haben uns ordentlich
umgemeldet).
| Wenn Sie Kindergeld beantragt haben, sind Sie nach § 68 Abs. 1 des
| Einkommensteuergesetzes verpflichtet, Ihrer Familienkasse
| unverzüglich alle Änderungen in Ihren Verhältnissen und denen Ihrer
| Kinder mitzuteilen, die für den Kindergeldanspruch wichtig sind oder
| über die bereits Erklärungen abgegeben worden sind.
Ist die Adresse wichtig für den Anspruch (also, so lange man im selben
Bezirk wohnt und die selbe Familienkasse zuständig bleibt)?

Und gab es das Merkblatt in diesem Wortlaut 1999 auch schon? Und muss/kann
man sowas wissen?

Grüße,

Frank
Lutz Schulze
2017-04-25 09:46:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Und gab es das Merkblatt in diesem Wortlaut 1999 auch schon?
Ja, oder zumindest ein ähnliches. Wobei das Kindergeld früher auch über den
Arbeitgeber ausgezahlt wurde und auch heute teilweise (ÖD) noch wird.
Post by Frank Hucklenbroich
Und muss/kann man sowas wissen?
Wer sonst, wenn nicht die Betroffenen?

Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php
Rupert Haselbeck
2017-04-25 17:30:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Florian Weimer
| Wenn Sie Kindergeld beantragt haben, sind Sie nach § 68 Abs. 1 des
| Einkommensteuergesetzes verpflichtet, Ihrer Familienkasse
| unverzüglich alle Änderungen in Ihren Verhältnissen und denen Ihrer
| Kinder mitzuteilen, die für den Kindergeldanspruch wichtig sind oder
| über die bereits Erklärungen abgegeben worden sind.
Ist die Adresse wichtig für den Anspruch (also, so lange man im selben
Bezirk wohnt und die selbe Familienkasse zuständig bleibt)?
Du hast es ja selbst erfahren, dass es sehr wohl wichtig ist. Wenn es auch
keine rechtliche Verpflichtung sein mag, die aktuelle Adresse mitzuteilen,
so hat es eben doch erhebliche praktische Folgen, wenn Anfrage und/oder
Bescheide nicht zustellbar sind.
Post by Frank Hucklenbroich
Und gab es das Merkblatt in diesem Wortlaut 1999 auch schon? Und muss/kann
man sowas wissen?
Als Leistungsbezieher sollte man durchaus ein Interesse daran haben, für die
leistende Stelle erreichbar zu sein. Davon abgesehen, hat der
Leistungsbezieher natürlich die im SGB geregekten Mitwirkungspflichten zu
beachten, wenn/solange er Geld vom Staat haben will.

MfG
Rupert
Florian Weimer
2017-04-25 17:35:23 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rupert Haselbeck
Als Leistungsbezieher sollte man durchaus ein Interesse daran haben, für die
leistende Stelle erreichbar zu sein. Davon abgesehen, hat der
Leistungsbezieher natürlich die im SGB geregekten Mitwirkungspflichten zu
beachten, wenn/solange er Geld vom Staat haben will.
Das ist zwar richtig, aber häufig sind die Prozesse so konstruiert,
daß sie maximale Schikane für den Leistungsempfänger münden. Das ist
mittlerweile ein wesentlicher Aspekt unseres Sozialsystems und
gesellschaftlich vermutlich so gewünscht.
Rupert Haselbeck
2017-04-25 18:20:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Florian Weimer
Das ist zwar richtig, aber häufig sind die Prozesse so konstruiert,
daß sie maximale Schikane für den Leistungsempfänger münden. Das ist
mittlerweile ein wesentlicher Aspekt unseres Sozialsystems und
gesellschaftlich vermutlich so gewünscht.
Ach ja. Sowas hört man immer wieder. Es wird dadurch allerdings nicht
zutreffender

MfG
Rupert
Florian Weimer
2017-04-25 18:53:48 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rupert Haselbeck
Post by Florian Weimer
Das ist zwar richtig, aber häufig sind die Prozesse so konstruiert,
daß sie maximale Schikane für den Leistungsempfänger münden. Das ist
mittlerweile ein wesentlicher Aspekt unseres Sozialsystems und
gesellschaftlich vermutlich so gewünscht.
Ach ja. Sowas hört man immer wieder. Es wird dadurch allerdings nicht
zutreffender
Welcher Teil? Das die Sozialleistungen empfängerorientiert vergeben
werden? Oder das die punitive Wirkung des Systems beabsichtigt ist?
Thomas Hochstein
2017-04-29 12:42:53 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Florian Weimer
Das ist zwar richtig, aber häufig sind die Prozesse so konstruiert,
daß sie maximale Schikane für den Leistungsempfänger münden.
Ich empfinde es weder als besonders schikanös, mich selbst um die
Beantragung von Leistungen kümmern zu müssen, die ich in Anspruch
nehmen möchte, noch, mich über die damit verbundenen Verpflichtungen
zu informieren und meinen Mitteilungspflichten nachzukommen - umso
weniger, wenn über die Pflichten per Merkblatt informiert wird und bei
Erfüllung dieser Verpflichtungen eine Erinnerung erfolgt wäre ...
U***@web.de
2017-04-29 15:53:49 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Thomas Hochstein
Ich empfinde es weder als besonders schikanös, mich selbst um die
Beantragung von Leistungen kümmern zu müssen, die ich in Anspruch
nehmen möchte, noch, mich über die damit verbundenen Verpflichtungen
zu informieren und meinen Mitteilungspflichten nachzukommen
Ich hatte aber auch schon Behörden, die ständig Unterlagen
nachforderten und mir dann am Telefon mitteilten, die letzten
10 Wochen Posteingang in der Sache noch nicht in die Akte
sortiert zu haben...

Gut, das war jetzt nicht die Familienkasse.

Gruß, ULF
Lutz Schulze
2017-04-29 16:27:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Florian Weimer
Das ist zwar richtig, aber häufig sind die Prozesse so konstruiert,
daß sie maximale Schikane für den Leistungsempfänger münden.
Ich empfinde es weder als besonders schikanös, mich selbst um die
Beantragung von Leistungen kümmern zu müssen, die ich in Anspruch
nehmen möchte, noch, mich über die damit verbundenen Verpflichtungen
zu informieren und meinen Mitteilungspflichten nachzukommen - umso
weniger, wenn über die Pflichten per Merkblatt informiert wird und bei
Erfüllung dieser Verpflichtungen eine Erinnerung erfolgt wäre ...
Die Grenzen sind fliessend. Ich erlebe gerade den Wohngeldantrag für eine
76jährige Frau aus der Nähe mit, die ins betreute Wohnen gezogen ist.

Da wurden jetzt Unterlagen nachgefordert, unter anderem ein
Wohngeldnegativbescheinigung vom alten Wohnort.

Warum wird einem älteren Menschen unterstellt hier doppelt Leistungen
beziehen zu wollen? Und warum kann das die Verwaltung nicht auch später
intern durch kurze EDV-gestützte Nachfrage bei der dortigen Wohngeldstelle
klären?

Warum muss man z.B. auch Kindergeld beantragen und damit verbunden die
entsprechenden Mitteilungen machen, auch wenn klar ist dass man
voraussichtlich wie in den Jahren vorher den Steuerfreibetrag in Anspruch
nehmen wird und das Kindergeld damit wieder verrechnet wird?

Viele Verfahren sind recht kompliziert, was sicher auch daran liegt dass
innerhalb der Verwaltung aus naheliegenden Gründen kein grosses Interesse an
Vereinfachung besteht. Schliesslich verdient man ja sein Geld genau mit der
Arbeit die damit generiert wird.

Lutz
--
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U***@web.de
2017-04-29 16:35:54 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Lutz Schulze
Warum wird einem älteren Menschen unterstellt hier doppelt Leistungen
beziehen zu wollen? Und warum kann das die Verwaltung nicht auch später
intern durch kurze EDV-gestützte Nachfrage bei der dortigen Wohngeldstelle
klären?
Möchte sein, daß das unter Sozialgeheimnis fällt und erst bei
tatsachengestütztem Verdacht auf Sozialleistungsbetrug amtswegig
querabgefragt wird.

Sozialgeheimnis führt in der Tat nicht selten dazu, daß Beantragungen
mit erheblichem Aufwand verbunden sind.

Da wir ursprünglich beim Kindergeld waren: Kindergeldakte jedenfalls
zum anderen Elternteil mag, so habe ich es erlebt, die Familienkasse
noch nicht mal ans Sozialgericht schicken.

Gruß, ULF
Lutz Schulze
2017-04-29 18:03:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Lutz Schulze
Warum wird einem älteren Menschen unterstellt hier doppelt Leistungen
beziehen zu wollen? Und warum kann das die Verwaltung nicht auch später
intern durch kurze EDV-gestützte Nachfrage bei der dortigen Wohngeldstelle
klären?
Möchte sein, daß das unter Sozialgeheimnis fällt und erst bei
tatsachengestütztem Verdacht auf Sozialleistungsbetrug amtswegig
querabgefragt wird.
Man könnte auf dem Antrag ein Häkchen vorsehen dass man einer entsprechenden
Abfrage zustimmt. Wer das nicht will kann die Bescheinigung ja selbst dort
anfordern und dann beibringen, aber welchen Vorteil soll das bringen?
Post by U***@web.de
Sozialgeheimnis führt in der Tat nicht selten dazu, daß Beantragungen
mit erheblichem Aufwand verbunden sind.
Da wir ursprünglich beim Kindergeld waren: Kindergeldakte jedenfalls
zum anderen Elternteil mag, so habe ich es erlebt, die Familienkasse
noch nicht mal ans Sozialgericht schicken.
Ich habe den Eindruck dass wir da einen Apparat haben der mittlerweile ganz
von selbst wuchert.

Lutz
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U***@web.de
2017-04-29 18:09:43 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Lutz Schulze
Post by U***@web.de
[....]Und warum kann das die Verwaltung nicht auch später
intern durch kurze EDV-gestützte Nachfrage bei der dortigen Wohngeldstelle
klären?
Möchte sein, daß das unter Sozialgeheimnis fällt und erst bei
tatsachengestütztem Verdacht auf Sozialleistungsbetrug amtswegig
querabgefragt wird.
Man könnte auf dem Antrag ein Häkchen vorsehen dass man einer entsprechenden
Abfrage zustimmt. Wer das nicht will kann die Bescheinigung ja selbst dort
anfordern und dann beibringen, aber welchen Vorteil soll das bringen?
Gerad so etwas gesehen und zwar - Überraschung! - bei einem
Kindergeldformular, abzurufen unter https://www.arbeitsagentur.de/pdf/1463060785521

Gruß, ULF
Stefan Schmitz
2017-04-30 20:37:48 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lutz Schulze
Warum muss man z.B. auch Kindergeld beantragen und damit verbunden die
entsprechenden Mitteilungen machen, auch wenn klar ist dass man
voraussichtlich wie in den Jahren vorher den Steuerfreibetrag in Anspruch
nehmen wird und das Kindergeld damit wieder verrechnet wird?
Verliert man den Steuerfreibetrag etwa, wenn man das Kindergeld nicht beantragt?
Lutz Schulze
2017-05-01 04:40:57 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by Lutz Schulze
Warum muss man z.B. auch Kindergeld beantragen und damit verbunden die
entsprechenden Mitteilungen machen, auch wenn klar ist dass man
voraussichtlich wie in den Jahren vorher den Steuerfreibetrag in Anspruch
nehmen wird und das Kindergeld damit wieder verrechnet wird?
Verliert man den Steuerfreibetrag etwa, wenn man das Kindergeld nicht beantragt?
Indirekt, da es bei Inanspruchnahme des Steuerfreibetrages nach der
Günstigerprüfung immer abgezogen wird, auch wenn man es nicht erhalten hat.
Man hätte es ja beantragen können ...

Lutz
--
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auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php
Thomas Hochstein
2017-05-01 18:21:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lutz Schulze
Da wurden jetzt Unterlagen nachgefordert, unter anderem ein
Wohngeldnegativbescheinigung vom alten Wohnort.
Warum wird einem älteren Menschen unterstellt hier doppelt Leistungen
beziehen zu wollen?
Es wird nicht unterstellt; es wird aufgefordert, zu belegen, dass dem
nicht so ist.

Mit der Aufforderung bei einer Bewerbung als Erzieher oder Betreuer,
ein (erweitertes) Führiungszeugnis vorzulegen, wird dem Bewerber
schließlich auch nicht unterstellt, er sei ein verurteilter
Kinderschänder.
Post by Lutz Schulze
Und warum kann das die Verwaltung nicht auch später
intern durch kurze EDV-gestützte Nachfrage bei der dortigen Wohngeldstelle
klären?
Warum sollte sie? Der Antragsteller möchte doch etwas.
Post by Lutz Schulze
Viele Verfahren sind recht kompliziert, was sicher auch daran liegt dass
innerhalb der Verwaltung aus naheliegenden Gründen kein grosses Interesse an
Vereinfachung besteht. Schliesslich verdient man ja sein Geld genau mit der
Arbeit die damit generiert wird.
Dass der Verwaltung die Arbeit ausgeht, steht eher nicht zu
befürchten. Und das Geld gäbe es meist auch für weniger Arbeit ...

-thh
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Lutz Schulze
2017-05-03 06:25:16 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Lutz Schulze
Da wurden jetzt Unterlagen nachgefordert, unter anderem ein
Wohngeldnegativbescheinigung vom alten Wohnort.
Warum wird einem älteren Menschen unterstellt hier doppelt Leistungen
beziehen zu wollen?
Es wird nicht unterstellt; es wird aufgefordert, zu belegen, dass dem
nicht so ist.
Mit der Aufforderung bei einer Bewerbung als Erzieher oder Betreuer,
ein (erweitertes) Führiungszeugnis vorzulegen, wird dem Bewerber
schließlich auch nicht unterstellt, er sei ein verurteilter
Kinderschänder.
Post by Lutz Schulze
Und warum kann das die Verwaltung nicht auch später
intern durch kurze EDV-gestützte Nachfrage bei der dortigen Wohngeldstelle
klären?
Warum sollte sie? Der Antragsteller möchte doch etwas.
Mit der Begründung kann man jede Forderung rechtfertigen.
Post by Thomas Hochstein
Post by Lutz Schulze
Viele Verfahren sind recht kompliziert, was sicher auch daran liegt dass
innerhalb der Verwaltung aus naheliegenden Gründen kein grosses Interesse an
Vereinfachung besteht. Schliesslich verdient man ja sein Geld genau mit der
Arbeit die damit generiert wird.
Dass der Verwaltung die Arbeit ausgeht, steht eher nicht zu
befürchten. Und das Geld gäbe es meist auch für weniger Arbeit ...
Bis man die Vorgänge mal etwas strafft, aber das kann wahrscheinlich nur von
aussen erfolgen, ist also eher unwahrscheinlich.

Lutz
--
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Frank Hucklenbroich
2017-05-06 13:33:20 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Mit der Aufforderung bei einer Bewerbung als Erzieher oder Betreuer,
ein (erweitertes) Führiungszeugnis vorzulegen, wird dem Bewerber
schließlich auch nicht unterstellt, er sei ein verurteilter
Kinderschänder.
Das brauchst Du sogar, um an der Uni-Mensa Kaffee auszuschenken, wenn Du
fürs lokale Studentenwerk arbeitest.

Grüße,

Frank
Stefan Schmitz
2017-05-06 14:29:33 UTC
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Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Thomas Hochstein
Mit der Aufforderung bei einer Bewerbung als Erzieher oder Betreuer,
ein (erweitertes) Führiungszeugnis vorzulegen, wird dem Bewerber
schließlich auch nicht unterstellt, er sei ein verurteilter
Kinderschänder.
Das brauchst Du sogar, um an der Uni-Mensa Kaffee auszuschenken, wenn Du
fürs lokale Studentenwerk arbeitest.
Wohl kaum ein erweitertes.
Dass man keinen einschlägig verurteilten Gewalttäter auf die Kundschaft
loslassen will, kann ich dagegen nachvollziehen.
Frank Hucklenbroich
2017-05-08 07:03:39 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Thomas Hochstein
Mit der Aufforderung bei einer Bewerbung als Erzieher oder Betreuer,
ein (erweitertes) Führiungszeugnis vorzulegen, wird dem Bewerber
schließlich auch nicht unterstellt, er sei ein verurteilter
Kinderschänder.
Das brauchst Du sogar, um an der Uni-Mensa Kaffee auszuschenken, wenn Du
fürs lokale Studentenwerk arbeitest.
Wohl kaum ein erweitertes.
Dass man keinen einschlägig verurteilten Gewalttäter auf die Kundschaft
loslassen will, kann ich dagegen nachvollziehen.
Du hast recht, ich hatte das mit dem "behördlichen Führungszeugnis"
verwechselt.

Grüße,

Frank
Thomas Hochstein
2017-05-13 21:35:03 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Dass man keinen einschlägig verurteilten Gewalttäter auf die Kundschaft
loslassen will, kann ich dagegen nachvollziehen.
Das lässt sich allerdings mit dem Führungszeugnis nur sehr
eingeschränkt überprüfen.
Stefan Schmitz
2017-05-15 18:06:45 UTC
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Post by Thomas Hochstein
Post by Stefan Schmitz
Dass man keinen einschlägig verurteilten Gewalttäter auf die Kundschaft
loslassen will, kann ich dagegen nachvollziehen.
Das lässt sich allerdings mit dem Führungszeugnis nur sehr
eingeschränkt überprüfen.
Steht etwa nicht drin, wofür die eingetragenen Strafen waren?
Thomas Hochstein
2017-05-15 20:49:23 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by Thomas Hochstein
Post by Stefan Schmitz
Dass man keinen einschlägig verurteilten Gewalttäter auf die Kundschaft
loslassen will, kann ich dagegen nachvollziehen.
Das lässt sich allerdings mit dem Führungszeugnis nur sehr
eingeschränkt überprüfen.
Steht etwa nicht drin, wofür die eingetragenen Strafen waren?
Schon. Es stehen bloß (längst) nicht alle Strafen drin.
Stefan Schmitz
2017-05-18 21:00:55 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Stefan Schmitz
Post by Thomas Hochstein
Post by Stefan Schmitz
Dass man keinen einschlägig verurteilten Gewalttäter auf die Kundschaft
loslassen will, kann ich dagegen nachvollziehen.
Das lässt sich allerdings mit dem Führungszeugnis nur sehr
eingeschränkt überprüfen.
Steht etwa nicht drin, wofür die eingetragenen Strafen waren?
Schon. Es stehen bloß (längst) nicht alle Strafen drin.
Wenn du es deswegen als nur sehr eingeschränkt tauglich ansiehst, was ist dann
für dich ein sinnvoller Anwendungsfall für das Führungszeugnis?
Thomas Hochstein
2017-05-20 05:59:26 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by Thomas Hochstein
Post by Stefan Schmitz
Post by Thomas Hochstein
Post by Stefan Schmitz
Dass man keinen einschlägig verurteilten Gewalttäter auf die Kundschaft
loslassen will, kann ich dagegen nachvollziehen.
Das lässt sich allerdings mit dem Führungszeugnis nur sehr
eingeschränkt überprüfen.
Steht etwa nicht drin, wofür die eingetragenen Strafen waren?
Schon. Es stehen bloß (längst) nicht alle Strafen drin.
Wenn du es deswegen als nur sehr eingeschränkt tauglich ansiehst, was ist dann
für dich ein sinnvoller Anwendungsfall für das Führungszeugnis?
Das ist schon der Anwendungsfall dafür - man sollte nur im Auge
behalten, dass die Aussagekraft einigermaßen begrenzt ist.

Jens Müller
2017-05-13 12:22:05 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Das brauchst Du sogar, um an der Uni-Mensa Kaffee auszuschenken, wenn Du
fürs lokale Studentenwerk arbeitest.
Weil öffentlicher Dienst, oder spezifisch für die Tätigkeit?

Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich ein Führungszeugnis
brauchte, um für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteter zu werden.
U***@web.de
2017-04-25 17:35:48 UTC
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Moin,
Post by Rupert Haselbeck
Davon abgesehen, hat der
Leistungsbezieher natürlich die im SGB geregekten Mitwirkungspflichten zu
beachten, wenn/solange er Geld vom Staat haben will.
Bitte beachten, daß es hier nach Steuergesetzen geht, auch für die,
die keine Einkommensteuer zu zahlen haben.
Daher auch Einspruch, nicht Widerspruch gegen Kindergeldbescheide.

Kindergeld nach Kindergeldgesetz scheint mir die absolute Ausnahme zu
sein.

Gruß, ULF
Thomas Homilius
2017-04-29 18:48:13 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Rupert Haselbeck
Davon abgesehen, hat der
Leistungsbezieher natürlich die im SGB geregekten Mitwirkungspflichten zu
beachten, wenn/solange er Geld vom Staat haben will.
Bitte beachten, daß es hier nach Steuergesetzen geht, auch für die,
die keine Einkommensteuer zu zahlen haben.
Daher auch Einspruch, nicht Widerspruch gegen Kindergeldbescheide.
Stimmt. Bei Kindergeldsachen ist regelmaessig das EStG und eventuell
noch die Abgabenordnung (AO) anzuwenden und nicht das Sozialgesetzbuch
(SGB).
--
E-Mail: ***@gmail.com | GPG-Key: 0xE29A0F93
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