Discussion:
Welchen Arbeitsvertrag habe ich?
(zu alt für eine Antwort)
Micha
2018-01-30 20:00:12 UTC
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Hallo,

nach langer Zeit habe ich eine Frage:

2002 habe ich einen Arbeitsvertrag mit der A&B OHG abgeschlossen.
Diese wurde Ebde 2005 aufgelöst.
A fragte mich, ob ich zu unveränderten Bedingungen ab 1.1.2006 bei ihm
weiter tätig sein möchte. Ich sagte zu und die Zeit verging, manche
Chefs sind da nicht so schnell.
Erst im Oktober 2002 wurde mir ein neuer Arbeitsvertrag vorgelegt.
Dieser enthielt einige Klauseln, die mir nicht gefielen.
Unterschrieben habe ich ihn bis heute nicht.
In der Zwischenzeit gab es mehrere Änderungen, etwa in der Form: "Als
Änderung zum Arbeitsvertrag vom Oktober 2002 erhält Herr X eine
Gehaltserhöhung in Höhe von 500 Euro"
Dagegen hatte ich nichts... ;-) und habe unterschrieben.
Ist damit der Arbeitsvertrag vom Oktober 2002 gültig?
Hintergrund: Im Vertrag von 2002 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.

Ich danke für jede Reaktion

Micha
--
Micha
Marc Haber
2018-01-30 20:19:28 UTC
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Post by Micha
2002 habe ich einen Arbeitsvertrag mit der A&B OHG abgeschlossen.
Diese wurde Ebde 2005 aufgelöst.
A fragte mich, ob ich zu unveränderten Bedingungen ab 1.1.2006 bei ihm
weiter tätig sein möchte. Ich sagte zu und die Zeit verging, manche
Chefs sind da nicht so schnell.
Erst im Oktober 2002 wurde mir ein neuer Arbeitsvertrag vorgelegt.
Dieser enthielt einige Klauseln, die mir nicht gefielen.
Unterschrieben habe ich ihn bis heute nicht.
In der Zwischenzeit gab es mehrere Änderungen, etwa in der Form: "Als
Änderung zum Arbeitsvertrag vom Oktober 2002 erhält Herr X eine
Gehaltserhöhung in Höhe von 500 Euro"
Irgendwas stimmt da nicht.

Grüße
Marc
--
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Micha
2018-01-30 20:37:23 UTC
Permalink
Am Tue, 30 Jan 2018 21:19:28 +0100 schrieb Marc Haber
Post by Marc Haber
Post by Micha
2002 habe ich einen Arbeitsvertrag mit der A&B OHG abgeschlossen.
Diese wurde Ebde 2005 aufgelöst.
A fragte mich, ob ich zu unveränderten Bedingungen ab 1.1.2006 bei ihm
weiter tätig sein möchte. Ich sagte zu und die Zeit verging, manche
Chefs sind da nicht so schnell.
Erst im Oktober 2002 wurde mir ein neuer Arbeitsvertrag vorgelegt.
Sorry,das sollte natürlich heißen Oktober 2006
Danke Marc
Post by Marc Haber
Post by Micha
Dieser enthielt einige Klauseln, die mir nicht gefielen.
Unterschrieben habe ich ihn bis heute nicht.
In der Zwischenzeit gab es mehrere Änderungen, etwa in der Form: "Als
Änderung zum Arbeitsvertrag vom Oktober 2002 erhält Herr X eine
Gehaltserhöhung in Höhe von 500 Euro"
Irgendwas stimmt da nicht.
Grüße
Marc
--
Micha
Rupert Haselbeck
2018-01-30 22:00:13 UTC
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Post by Micha
2002 habe ich einen Arbeitsvertrag mit der A&B OHG abgeschlossen.
Diese wurde Ebde 2005 aufgelöst.
A fragte mich, ob ich zu unveränderten Bedingungen ab 1.1.2006 bei ihm
weiter tätig sein möchte. Ich sagte zu
Damit hast du also den Vertrag geschlossen - mündlich
Post by Micha
und die Zeit verging, manche
Chefs sind da nicht so schnell.
Das ändert ja nichts am bereits bestehenden Vertrag. Es verursacht
allerdings nicht selten ein Beweisproblem
Post by Micha
Erst im Oktober 2002 wurde mir ein neuer Arbeitsvertrag vorgelegt.
Dieser enthielt einige Klauseln, die mir nicht gefielen.
Unterschrieben habe ich ihn bis heute nicht.
Dann dürfte dieser "Arbeitsvertrag" von Oktober 2002 (oder vielleicht von
Oktober 2006?) nicht Vertragsinhalt sein
Post by Micha
In der Zwischenzeit gab es mehrere Änderungen, etwa in der Form: "Als
Änderung zum Arbeitsvertrag vom Oktober 2002 erhält Herr X eine
Gehaltserhöhung in Höhe von 500 Euro"
Dagegen hatte ich nichts... ;-) und habe unterschrieben.
Dann ist wohl auch diese Änderung wirksam vereinbart
Post by Micha
Ist damit der Arbeitsvertrag vom Oktober 2002 gültig?
Da du den nicht haben wolltest, und dehalb nicht unterschriebst, ist er
nicht wirksam geworden. Er wird es auch nicht durch die Änderung eines
anderen, bereits vorher mündlich geschlossenen Vertrages
Post by Micha
Hintergrund: Im Vertrag von 2002 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.
Tja, das war dann insoweit eher nichts. Ein Beweisproblem...

MfG
Rupert
Micha
2018-01-31 19:04:41 UTC
Permalink
Am Tue, 30 Jan 2018 21:00:12 +0100 schrieb Micha
<newsgroups-***@online.de>:

Da ich mit meinen Tippfehlern beim Datum Verwirrung gestiftet habe,
zum Verständnis mein OP nochmal in richtiger Form:

2002 habe ich einen Arbeitsvertrag mit der A&B OHG abgeschlossen.
Diese wurde Ende 2005 aufgelöst.

A fragte mich, ob ich zu unveränderten Bedingungen ab 1.1.2006 bei ihm
weiter tätig sein möchte. Ich sagte zu und die Zeit verging, manche
Chefs sind da nicht so schnell.

Erst im Oktober 2006 wurde mir ein neuer Arbeitsvertrag vorgelegt.
Dieser enthielt einige Klauseln, die mir nicht gefielen.
Unterschrieben habe ich ihn bis heute nicht.

In der Zwischenzeit gab es mehrere Änderungen, etwa in der Form: "Als
Änderung zum Arbeitsvertrag vom Oktober 2006 erhält Herr X eine
Gehaltserhöhung in Höhe von 500 Euro"
Dagegen hatte ich nichts... ;-) und habe unterschrieben.
Ist damit der Arbeitsvertrag vom Oktober 2006 gültig?

Hintergrund: Im Vertrag von 2002 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.

Mit freundlichem Gruß

Micha
--
Micha
Matthias Frank
2018-02-01 08:44:44 UTC
Permalink
Hintergrund: Im Vertrag von 2006 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.
Und das nützt dir erst 11 Jahre später was?
Oder hast du die Formulierungen eh die ganze Zeit genutzt?

Ohne konkret zu wissen um was es geht, wird man dazu wenig
sagen können.

MfG
Matthias
Stefan Schmitz
2018-02-01 20:20:51 UTC
Permalink
Post by Matthias Frank
Hintergrund: Im Vertrag von 2006 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.
Und das nützt dir erst 11 Jahre später was?
Oder hast du die Formulierungen eh die ganze Zeit genutzt?
So recht kann ich mir auch nicht vorstellen, welchen Einfluss Formulierungen aus
dem Arbeitsvertrag auf die Steuer haben.
U***@web.de
2018-02-02 07:35:04 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
So recht kann ich mir auch nicht vorstellen, welchen Einfluss Formulierungen aus
dem Arbeitsvertrag auf die Steuer haben.
Gab es nicht einmal Verträge für Berufsfußballspieler
mit mickrigem Grundgehalt und satten Wochenendzuschlägen?
Micha
2018-02-02 19:30:30 UTC
Permalink
Hallo Stefan,

ich will es, inhaltlich verfälscht und etwas spaßig, jedoch von der
Aussage her nahezu gleichbedeutend, so zitieren:
"Herr X ist verpflichtet, die Qualität der von uns hergestellten
Bratwürste im privaten Bereich nach Kauf in einem Wurstladen zu
testen."

Ich brauchte mehrere Jahre keine Einkommenssteuererklärung machen. Als
ich es noch tat, kam jedesmal die Rückfrage vom FA, wieso ich die
Bratwürste als Werbungskosten absetze. Nach Vorlage der
Arbeitsvertragskopie wurde das immer anerkannt.

MfG Micha

Am Thu, 1 Feb 2018 12:20:51 -0800 (PST) schrieb Stefan Schmitz
Post by Stefan Schmitz
Post by Matthias Frank
Hintergrund: Im Vertrag von 2006 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.
Und das nützt dir erst 11 Jahre später was?
Oder hast du die Formulierungen eh die ganze Zeit genutzt?
So recht kann ich mir auch nicht vorstellen, welchen Einfluss Formulierungen aus
dem Arbeitsvertrag auf die Steuer haben.
--
Micha
Matthias Frank
2018-02-05 08:44:44 UTC
Permalink
Post by Micha
Hallo Stefan,
ich will es, inhaltlich verfälscht und etwas spaßig, jedoch von der
"Herr X ist verpflichtet, die Qualität der von uns hergestellten
Bratwürste im privaten Bereich nach Kauf in einem Wurstladen zu
testen."
Ich brauchte mehrere Jahre keine Einkommenssteuererklärung machen. Als
ich es noch tat, kam jedesmal die Rückfrage vom FA, wieso ich die
Bratwürste als Werbungskosten absetze. Nach Vorlage der
Arbeitsvertragskopie wurde das immer anerkannt.
Leg den Vertrag doch einfach vor.

Ob der letztlich arbeitsvertraglich gültig ist, hat doch mit
dem Finanzamt nichts zu tun. Das sind doch 2 Baustellen.

Ansonsten lass dir von deinem AG einfach schriftlich geben,
dass du die Würste dienstlich brauchst, auch das sollte dem
FA ja dann genügen.
Stefan Schmitz
2018-02-05 17:23:45 UTC
Permalink
Post by Matthias Frank
Post by Micha
Hallo Stefan,
ich will es, inhaltlich verfälscht und etwas spaßig, jedoch von der
"Herr X ist verpflichtet, die Qualität der von uns hergestellten
Bratwürste im privaten Bereich nach Kauf in einem Wurstladen zu
testen."
Ich brauchte mehrere Jahre keine Einkommenssteuererklärung machen. Als
ich es noch tat, kam jedesmal die Rückfrage vom FA, wieso ich die
Bratwürste als Werbungskosten absetze. Nach Vorlage der
Arbeitsvertragskopie wurde das immer anerkannt.
Leg den Vertrag doch einfach vor.
Ob der letztlich arbeitsvertraglich gültig ist, hat doch mit
dem Finanzamt nichts zu tun. Das sind doch 2 Baustellen.
Ansonsten lass dir von deinem AG einfach schriftlich geben,
dass du die Würste dienstlich brauchst, auch das sollte dem
FA ja dann genügen.
Als Werbungskosten würde ich ihm das so oder so nicht durchgehen lassen.
Schließlich spart er sich dadurch andere Fleischkäufe. Höchstens wenn er
jeden Tag oder viele Würste auf einmal testen müsste, wären das zusätzliche
Ausgaben. Die müssten dann aber eigentlich vom AG nach § 670 BGB erstattet werden.
U***@web.de
2018-02-05 17:40:53 UTC
Permalink
Moin,
Post by Stefan Schmitz
Post by Micha
ich will es, inhaltlich verfälscht und etwas spaßig, jedoch von der
"Herr X ist verpflichtet, die Qualität der von uns hergestellten
Bratwürste im privaten Bereich nach Kauf in einem Wurstladen zu
testen."
Höchstens wenn er
jeden Tag oder viele Würste auf einmal testen müsste, wären das zusätzliche
Ausgaben. Die müssten dann aber eigentlich vom AG nach § 670 BGB erstattet werden.
Genau das sucht der AG - bislang offenbar erfolgreich -
zu umgehen. Möglicherweise dadurch, daß er
seine Erwartungen im Hinblick auf die
Häufigkeit nicht verschriftlicht.

Gruß, ULF
Hans-Jürgen Meyer
2018-02-08 22:12:50 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Matthias Frank
Hintergrund: Im Vertrag von 2006 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.
Und das nützt dir erst 11 Jahre später was?
Oder hast du die Formulierungen eh die ganze Zeit genutzt?
So recht kann ich mir auch nicht vorstellen, welchen Einfluss Formulierungen aus
dem Arbeitsvertrag auf die Steuer haben.
Da gibt es so einige Möglichkeiten. Z.B. Thema Homeoffice.
Formulierung: Dienstsitz ist der Wohnort des AN. Es steht keine
Büroarbeitsplatz in der Firma zur Verfügung.
Da gibt es reichlich Sparpotenzial.

Hans-Jürgen
Detlef Meißner
2018-02-08 22:22:52 UTC
Permalink
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by Stefan Schmitz
Post by Matthias Frank
Hintergrund: Im Vertrag von 2006 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.
Und das nützt dir erst 11 Jahre später was?
Oder hast du die Formulierungen eh die ganze Zeit genutzt?
So recht kann ich mir auch nicht vorstellen, welchen Einfluss Formulierungen aus
dem Arbeitsvertrag auf die Steuer haben.
Da gibt es so einige Möglichkeiten. Z.B. Thema Homeoffice.
Formulierung: Dienstsitz ist der Wohnort des AN. Es steht keine
Büroarbeitsplatz in der Firma zur Verfügung.
Da gibt es reichlich Sparpotenzial.
So eine Bescheinigung kann man sich doch, unabhängig vom Arbeitsvertrag,
ausstellen lassen. (Ich habe auch mal so eine beim Finanzamt eingereicht.)

Detlef
Hans-Jürgen Meyer
2018-02-09 07:29:26 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by Stefan Schmitz
Post by Matthias Frank
Hintergrund: Im Vertrag von 2006 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.
Und das nützt dir erst 11 Jahre später was?
Oder hast du die Formulierungen eh die ganze Zeit genutzt?
So recht kann ich mir auch nicht vorstellen, welchen Einfluss Formulierungen aus
dem Arbeitsvertrag auf die Steuer haben.
Da gibt es so einige Möglichkeiten. Z.B. Thema Homeoffice.
Formulierung: Dienstsitz ist der Wohnort des AN. Es steht keine
Büroarbeitsplatz in der Firma zur Verfügung.
Da gibt es reichlich Sparpotenzial.
So eine Bescheinigung kann man sich doch, unabhängig vom Arbeitsvertrag,
ausstellen lassen. (Ich habe auch mal so eine beim Finanzamt eingereicht.)
Klar kann man. Nur hat das im AV auch arbeitsrechtlich so einige
Vorteile. ;)

Hans-Jürgen
Rupert Haselbeck
2018-02-09 15:30:10 UTC
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Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by Detlef Meißner
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by Stefan Schmitz
Post by Matthias Frank
Hintergrund: Im Vertrag von 2006 stehen Formulierungen, die bei der
Einkommenssteuererklärung nützlich sind.
Und das nützt dir erst 11 Jahre später was?
Oder hast du die Formulierungen eh die ganze Zeit genutzt?
So recht kann ich mir auch nicht vorstellen, welchen Einfluss
Formulierungen aus dem Arbeitsvertrag auf die Steuer haben.
Da gibt es so einige Möglichkeiten. Z.B. Thema Homeoffice.
Formulierung: Dienstsitz ist der Wohnort des AN. Es steht keine
Büroarbeitsplatz in der Firma zur Verfügung.
Da gibt es reichlich Sparpotenzial.
So eine Bescheinigung kann man sich doch, unabhängig vom Arbeitsvertrag,
ausstellen lassen. (Ich habe auch mal so eine beim Finanzamt
eingereicht.)
Klar kann man. Nur hat das im AV auch arbeitsrechtlich so einige
Vorteile. ;)
Das hat es in der Tat.
Und wenn die Bescheinigung falsch ist, dann ist das womöglich strafbar...

MfG
Rupert

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